Sonderausstellungen



Pariser Chic und Berner Tracht
 – Sigmund Freudenberger

10 . Mai bis 15. Oktober 2017

Der für die Schweizer Grafikkunst des 18. Jahrhunderts bedeutende Berner Künstler Sigmund Freudenberger (1745–1801) wird mit über 70 Werken aus einer Privatsammlung gewürdigt.

Neben den bekannteren bäuerlichen Szenen aus dem Berner Landleben sind in der Sonderausstellung «Pariser Chic und Berner Tracht» die höfisch inspirierten Interieurs ausgestellt, in denen die elegante Pariser Gesellschaft verewigt ist. Faszinierend ist die frisch-fröhliche künstlerische Übersetzung des frivolen «Pariser Chics» in das schlichte Umfeld der Berner Bauern in Tracht und Arbeitstenue sowie der kulturelle Kontrast zwischen diesen Gegenwelten. Schloss Jegenstorf, 1720 von einer mittelalterlichen Burg zu einem barocken Lustschloss nach französischem Vorbild umgebaut und ins bäuerliche Jegenstorf eingebettet, ist der ideale Ort für eine solche Schau. Die Schlossinterieurs reflektieren den Glanz des gehobenen «Berner Dixhuitième», das sich, stets mit Blick nach Paris, am französischen Zeitgeschmack orientierte.
 

Private Führungen auf Anfrage

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Dauerausstellungen

 
 

Bernische Wohnkultur 

Das mehrgeschossige Wohnmuseum unter den Dächern von Schloss Jegenstorf zeigt elegant ausgestattete Interieurs mit Möbeln, Gemälden, Uhren, Kachelöfen und weiteren Einrichtungsgegenständen bürgerlicher und patrizischer Haushalte des 17. bis 19. Jahrhunderts aus dem Raum der alten Stadt und Republik Bern. Das 18. Jahrhundert mit den Stilepochen Barock, Rokoko un Klassizismus bilden den Schwerpunkt. Spitzenwerke der Kunsthandwerkerfamilie Funk, Möbel aus den Ebenistenwerkstätten Äbersold und Hopfengärtner sowie die grösste Sammlung bernischer Porträts, darunter über fünfzig Gemälde von Emanuel Handmann, sind besonders hervorzuheben.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Rudolf von Tavel (1866–1934). Berner Mundartdichter

Der Berner Jurist und Journalist Rudolf von Tavel hat sich als erster Autor der Berner Mundart als schriftliche Ausdrucksform bedient. 1901 erschien «Jä gäll, so geit's!», sein Debütroman. Mit seinen zahlreichen Romane und Erzählungen hat er das verloren gehende Stadtberndeutsch, die Sprache des Berner Patriziates und Bürgertums, für immer festgehalten. In seinen meist historischen Werken geht es oft um Liebe zwischen Menschen, die gesellschaftliche Schranken und Konventionen zu beseitigen vermag. Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Gedenkaustellung Möbel, Bilder und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Erziehungsstaat Hofwyl
Leben und Werk des Philipp Emanuel von Fellenberg (1771–1844)

Der Berner Pädagoge und Ökonom Philipp Emanuel von Fellenberg hat in der bernischen, ja schweizerischen Geschichte einen bedeutenden Platz. Seine erzieherischen Ideen und landwirtschaftlichen Erfindungen hatten grosse Ausstrahlung in aller Welt. Es gab vielerorts Filialen seines Hofwiler Institutes bei Münchenbuchsee. Die Gedenkausstellung thematisiert seine Errungenschaften und präsentiert persönliche Objekte.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 
 
 

HINC FELICITAS – von hier das Glück

Die Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG) thematisiert die ersten hundert Jahre Ihrer Entstehungszeit (1759–1859). Die Besuchenden werden durch einen monumentalen Theatermiststock empfangen, über dem ein grosser Kristallleuchter prangt. Die Installation versinnbildlicht, dass die landwirtschaftlichen Reformbestrebungen der Ökonomischen Gesellschaft durch Mitglieder des Berner Patriziates initiiert und getragen wurden.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch